Die Robotik-AG: "Wir bauen und programmieren Roboter"

Von der IHK-Südhessen mit 5 Baukästen von Lego mindstorms gesponsert, konnte Ibrahim Albayrak im Jahre 2013 die AG mit 14 Schülerinnen und Schülern starten. Nach und nach wurde ein Raum eingerichtet, ein ganz besonderer Tisch für die Parcoure der Roboter gebaut, ein smart-board und die nötige Software angeschafft. Mittlerweile gehört die Robotik AG zu den beliebtesten Arbeitsgemeinschaften der Anne-Frank Schule und es gibt immer sehr viel mehr Interessierte als Plätze zur Verfügung stehen.

In der Robotik AG lernen die Teilnehmer mit den Baukästen von "Lego Mindstorms EV3" das Bauen und Programmieren von Robotern, die ganz von allein bestimmte Hindernisse umfahren und besondere Aufgaben absolvieren können. Hierzu haben sie einen Parcour-Tisch und eine "Marslandschaft" im Robotik-Raum zur Verfügung.

Im Jahr 2014 nahmen Schülerinnen und Schüler mit ihren selbstgebauten und programmierten Robotern erstmals an dem Wettbewerb „Robocup Germany“ in Mannheim teil. Das war ziemlich aufregend, alle haben viel dabei gelernt.

In der Zwischenzeit hat sich die Teilnahme etabliert, ist sozusagen Standard für die Schülerinnen und Schüler der AG. Dieses Jahr (2016) haben 9 Schüler und eine Schülern aus den Klassen 6-9 teilgenommen. Immerhin kam das Team der Anne-Frank-Schule sogar schon unter die Top 10! Das ist ein toller Erfolg, auf dem natürlich weiter aufgebaut werden soll.

Ibrahim Albayrak, Leiter der Robotik-AG

Die NAO-Roboter

Wir sind die Robotik AG der Anne-Frank-Schule Raunheim. Unser Team besteht aus neun Schülerinnen und Schülern unterschiedlichen Alters und unser Leiter ist Herr Albayrak.

Wir hatten die Möglichkeit, für ca. sechs Monate den Humanoiden Roboter NAO zu testen, den wir von der FH Fulda ausgeliehen hatten.

NAO ist vom französischen Hersteller Aldebaran Robotics. Nao wurde 2006 zum ersten Mal vorgestellt und seit August 2007 ist er der offizielle Nachfolger des Sony Aibo. Zum ersten Mal wurde er 2008 eingesetzt bei einem Wettkampf (Robcup). Der Roboter wiegt ca. 5,3kg. Er hat eine Laufzeit von ca. 60min bei voller Aktivität, unter Normalbedingungen kann er aber auch 90min durchhalten. Er hat ca. 25 Sensoren, ca. 14 Motoren und er kann sehr vieles erkennen, wie Gesichter, QR-Codes und vieles mehr.

Unser Team hatte NAO sechs Monate lang getestet und wir haben sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen mit dem Roboter gemacht.

Nachteile: Zu den schlechten Erfahrungen zählen die Verbindungsprobleme sowie der Anschaffungspreis und dass es leider nur ganz wenig Unterrichtsmaterial gibt. NAO scheint eher etwas für Schüler der höheren Klassen bzw. für Studenten aus dem IT-Bereich zu sein. Vorteile: Normalerweise arbeiten wir mit EV3 von Lego-Mindstorms. Die Vorteile von Nao sind unbedingt, dass wir mal etwas Neues ausprobieren konnten und unser Interesse an humanoiden Robotern sehr gestiegen ist. Durch die Arbeit mit NAO werden wir besser auf die Uni im IT-Bereich vorbereitet. Ein Vorteil ist aber auch, dass man NAO schnell versteht, wenn man die Grundlagen kennt. Wir fanden die Testphase sehr produktiv und haben sehr viel gelernt.

Von: Faris Chamli

Der Robocup-Germany 2016

„Als wir uns am 27.02.2016 am Raunheimer Bahnhof trafen, um zusammen nach Mannheim zur TU zu fahren, waren wir alle sehr aufgeregt. Zum dritten Mal nahm unsere Schule unter Leitung von Ibrahim Albayrak an diesem tollen Wettbewerb teil. Wir sprachen die ganze Fahrt über mit Herrn Albayrak über den Wettbewerb. Was würde uns wohl erwarten? Wir waren sehr gespannt.

In der Hochschule angekommen, bauten wir unsere ganzen Sachen auf und hofften darauf, dass wir einen guten Platz machen würden. Die anderen Schulen hatten super Roboter gebaut. Aber es waren auch so viele Oberstufenschüler dabei, gegen die wir nicht konkurrieren konnten.

Wir übernachteten sogar in Mannheim in einer Jugenherberge. Am Sonntag erfuhren wir dann, dass wir unter den 10 besten Gruppen waren. Das war so cool! Insgesamt war das eine ganz tolle Fahrt!“

Abdullah Shabaz