Religion/Ethik

Im Religionsunterricht setzen sich die Schüler mit Fragen der Persönlichkeitsentwicklung und dem Sinn des Lebens auseinander. Der Religionsunterricht begleitet sie bei ihrer Identitätsfindung.

Sie reflektieren ihr Christsein in der Auseinandersetzung mit der religiösen Vielfallt und entwickeln aus ihrem christlichen Menschenbild Toleranz gegenüber den persönlichen Standpunkten Anderer. Die Schüler erschließen im Religionsunterricht christliche Glaubensinhalte und beschäftigen sich mit der Institution Kirche.

Ein lehrreicher Tag im Anne-Frank-Haus

Am 31.03.2014 traf sich der Ethikkurs von Herrn Becker um 8:00 Uhr am Bahnhof in Raunheim. Wir nahmen den Zug und fuhren bis nach Frankfurt. Es machte mir viel Spaß. Als wir in Frankfurt angekommen waren, mussten wir ein wenig laufen und nach kurzer Zeit konnte man das Anne-Frank-Haus schon sehen. Wir betraten das Haus und lernten Frau Freyer kennen, eine Mitarbeiterin, die uns an diesem Tag begleitete. Sie erklärte uns die Verhaltensregeln und erzählte uns kurz etwas über sich.

Danach durften wir endlich die Räume betreten. Als erstes konnte man nur einer sehr große Leinwand sehen in der man Anne, ihre Schwester Margot und ihre Mutter Edith zu sehen waren. Da hinter stand ein Café, welches man heute noch besuchen kann. Dieses Foto wurde von Otto Frank (1933) aufgenommen. Dies war auch das Jahr der Machtübernahme von Hitler und den Nationalsozialisten in Deutschland. Auf der Leinwand war eine Frau zu sehen, die im Gegensatz zum restlichen Bild nicht in schwarz-weiß fotografiert war, sondern in Farbe. Es sollte andeuten, dass man heute noch den Ort besuchen kann an dem dieses Foto gemacht wurde. Hinter der Leinwand befand sich einen Raum, der in verschiedene Abteilungen aufgeteilt war. In diesem Raum konnte man vieles über die Judenverfolgung, das Leben während des Krieges in Deutschland lernen, sich Geschichten über frühere Ereignisse anhören, viele Informationen nachlesen und aus Anne Franks Tagebuch Kitty eine Art Kurzfilm sehen. Eine Kopie von Annes Tagebuch befindet sich in der Mitte des Raumes.

Wir machten auch eine kleine Pause und aßen etwas. Danach sollten Hamia, Koula, Ilayda, Meryem und ich ein Plakat über Anne Frank und Margot Frank machen, das wie ein „Facebook“ Profil aussehen sollte. Die anderen Gruppen haben sich mit den anderen Familienmitgliedern von Anne Frank beschäftigt. Anschließend haben wir uns gegenseitig die Plakate vorgestellt. Es war ein sehr schöner und aufregender Tag.

Islam – Eine der fünf großen Weltreligionen

Wir haben die Kaaba (arabisch = Würfel) gebastelt, weil wir in Ethik das Thema Islam behandeln. Es ist echt toll die Weltreligionen durchzunehmen. Vor dem Islam haben wir uns mit dem Christentum auseinandergesetzt und besuchten zum Abschluss der Unterrichtseinheit das Heilig-Geist in Raunheim.

Zurück zum Islam. Der Islam ist eine schöne Religion, wie all die anderen auch. Die Kaaba ist das wichtigste Haus (Haus Gottes) im Islam und die siebenmalige Umrundung im Rahmen der Haddsch (= Pilgerfahrt) bildet eine der fünf Säulen des Islam.

Besuch des Heilig Geist in Raunheim

Am Donnerstag, den 10.10.2013 sind wir in die Katholische Kirche Heilig Geist von Raunheim gegangen. Dort sahen wir viele verschiedene Dinge wie das Taufbecken. In dem Taufbecken werden die katholischen Kinder getauft und der Pfarrer der Kirche hat uns erzählt, wenn er ein Kind tauft erhält es das „ewige Leben“. In der Kirche gab es einen Beichtstuhl, wo man alles beichten kann, was jemanden auf dem Herzen liegt. Die alte Holzorgel war ebenfalls beeindruckend. Wir haben eine Kerze gesehen, die als „ewiges Licht“ bezeichnet wird. Wir haben auch vom Heiligen Brot gegessen. Den Altar und die Bibel (das heilige Buch der Christen) gesehen.

Pfarrer Hoffäller gab uns den Gemeindebrief in dem die Öffnungszeiten und Festlichkeiten rund um das Kirchenjahr aufgeführt sind. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir sagen: „Vielen Dank!, Herr Pfarrer Hoffäller“

Duarte da Rocha, Renata aus Klasse 7.1
Zafar, Hamia aus Klasse 7.1

Zwei Stunden im 2. Weltkrieg

Der Kurs „Evangelische Religion“ des 10. Jahrgangs durfte am 07.11.2013 unter der Aufsicht von Frau Kyrstreuner an einer Erzählung von Trude S., eine Überlebende aus der NS-Zeit, teilnehmen. Die 92ig-Jährige erzählte den Schülern über ihr Leben vor dem Krieg und auch über schöne Momente während der schrecklichen Zeit. In den Religionsstunden davor schauten die Schüler den Film "Schindlers Liste", welcher den Spott über die Juden verdeutlichte. Einige Schüler waren darüber sehr betroffen. Als Trude S. aus ihrer eigenen Erfahrung heraus sprach, waren dann aber auch wirklich alle erschrocken. Oft kam die Frage, wieso Hitler ihr und den andern das angetan hatte? Doch nicht einmal sie selbst hatte eine Ahnung. Trotz all ihrer schlechten Erfahrungen ist Trude heute eine sehr starke und selbstbewusste Frau. Durch ihre Erzählungen brachte sie uns nahe an das Geschehen und die Zeit des Schreckens heran. Es gab immer den ein oder anderen, der dieses Thema nicht so ernst nahm, aber nach diesen zwei Stunden konnte sich dem niemand mehr entziehen und die Betroffenheit war bei jedem zu sehen. Dank Trude S. kamen wir der deutschen Geschichte ein gutes Stück näher und auch dem Wunsch, dass uns sowas nie passieren wird.

Evg. Religion, Jahrgang10

Raum der Religionen

Am Schulfest konnten die Besucher sich im Raum der Religionen über die fünf Weltreligionen informieren. Die von Schülern der Klassen 5 bis 10 gestalteten Plakate gaben einen Einblick in die Glaubensinhalte der Religionen. Die Bedeutung einiger Feste, wie z.B. das Pessachfest im Judentum und das Weihnachtsfest im Christentum, konnten die Eltern und Schüler sich anhand der ausgestellten Gegenstände und beigefügten Erklärungen erschließen.

Unser Besuch in einer Synagoge am 30.10.2013

Wir haben am 30.10.2013 die Westend Synagoge in Frankfurt am Main besucht.

Die Synagoge in Frankfurt ist schon 103 Jahre alt und wurde 1910 gebaut. Während unsere Führung wurde gesagt, dass das sehr alt ist, denn in der (Reichs-)Kristallnacht oder auch Reichspogromnacht genannt, vom 7. bis  13. November 1938, wurden 400 Juden umgebracht und 1 400 Synagogen in Brandt gesteckt. Auch diese Synagoge wurde in Brand gesteckt, wurde dann aber wieder gelöscht, weil in Frankfurt alles sehr dicht bebaut worden ist und die Bewohner Angst hatten, dass auch ihr Haus brennen würde. Die Synagoge hat aber nicht viel Schaden erlitten.

Im Krieg wurden viele Juden in Konzentrationslager gebracht und dort ermordet oder vergast. Nach dem Krieg sollten 40% der Juden, die in Frankfurt gelebt hatten, tot sein. Das sind 12 000 von

40 000 Menschen allein in Frankfurt am Main. Im Krieg wurde die Synagoge schwer beschädigt und aus ihr wurde ein Möbelhaus für die Ausgebrannten. Später bei einem Bombenangriff von Brennbomben ging die Synagoge dann in Flammen auf und wurde fast zerstört. Nach dem Krieg hat man dann die Synagoge wieder aufgebaut. Im November 1945 gab es den ersten Gottesdienst in der Synagoge nach dem Krieg. Viele Juden aus den Konzentrationslagern und amerikanische Soldaten nahmen an dem Gottesdienst teil. Nach dem Fall der Sowjetunion sind auch viele Juden nach Deutschland gekommen und nach Frankfurt am Main. In der Synagoge wurden, weil Juden ihren Glauben nicht in der Sowjetunion nachgehen durften, auch Flugblätter auf Russisch und auch auf Deutsch ausgegeben. Es gab auch eine Gedenktafel für die Juden, die in den Konzentrationslagern waren und umgekommen sind. Wir haben dort kurz Halt gemacht und uns angehört was die Juden durchmachen mussten. Ich glaube hier kann ich für alle sprechen, was uns die Frau über die Situation der Juden im Zweiten Weltkrieg sagte, hat uns alle sehr bewegt. Das alles wurde uns erzählt und wir durften auch eine Tora (die Heilige Schrift der Juden) sehen.

Als wir vor der Synagoge waren, war alles geschlossen und die Polizei hatte extra eine kleines Häuschen neben der Synagoge bezogen, um die Synagoge und die Juden zu beschützen, denn in der Vergangenheit gab es oft Übergriffe auf jüdische Einrichtungen, wie z.B. auf jüdische Kindergärten und Schulen sowie auf Synagogen. Es stehen auch immer Polizisten vor der Synagoge und den Haupteingang darf man nicht mehr benutzen, weil es zu gefährlich geworden ist. Jetzt müssen selbst die Juden den Nebeneingang benutzen, um in die Synagoge zu kommen. Selbst bei einem Zooausflug müssen Sicherheitskräfte mitkommen.

Die Juden haben 613 Gesetzte und der siebte Tag in der Woche ist für sie der Sabbat (Samstag). Der Sonntag ist der Wochenanfang und am diesem wird auch gearbeitet. Ein jüdisches Gesetz ist, dass die Juden keine Elektrogeräte am Sabbat benutzen dürfen, weil man am Sabbat nicht arbeiten darf und Elektrogerät einen Funken fangen könnten und dann brennen würde; dies wäre in dem jüdischem Glauben arbeiten. Sie diskutieren gerade darüber, ob man am Sabbat Toilettenrollen benutzen darf, denn diese muss man abreisen und das ist im jüdischem Glauben auch wieder Arbeit. Die Frauen und die Männer in einer Synagoge sitzen getrennt. Es gibt 1200 Sitzplätze, davon  800 für die Männer und die anderen 400 Sitzplätze für die Frauen. Die Frauen sitzen oben.

Damit ein Junge ein Erwachsener wird, muss er seine Geburtswoche in der Tora vorsingen; wenn er gut singt, bekommt er von den Frauen Bonbons zugeworfen. Er wird dann am Fest Bar Mitzwa mit 13 Jahren zum Mann. Bei einem Mädchen heißt das Fest Bath Mizwa. Nach ihrer Bar Mitzwa dürfen die Jungen auch in den Gebetskreis der Erwachsene. Er besteht aus 10 Männer und heißt Minjan. Es gibt auch einen Gebetskreis für die Juden russischer Herkunft und für die Kinder im Alter vom 10 bis 12 Jahren. Die Jungen und die Männer tragen in einer Synagoge eine Kippa; dass ist eine runde Mütze die man auf dem Kopf zieht, um den Unterschied zwischen Gott und den Menschen zu zeigen, denn nach dem jüdischem Glauben hat Gott den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen. Manche Männer tragen die Kippa immer, das sind die Frommen, andere nur in der Synagoge und wiederrum andere tragen sie nur wenn sie essen. Wenn eine Frau heiratet, dann muss sie einen Hut oder ein Kopftuch tragen, um zu zeigen dass sie schon verheiratet ist.

Es war ein sehr schöner Tag und die Führung durch die Synagoge hat auch viel Spaß gemacht und war sehr interessant. Eine Synagoge zu besuchen ist sehr empfehlenswert. Was in dieser Synagoge so gut funktioniert ist, dass es keine Ausgrenzungen zwischen den Nationalitäten gibt und den unterschiedlichen Juden z.B. den sehr Frommen und den weniger Frommen. Ich würde mir wünschen, dass es irgendwann gar keine Sicherheitskräfte mehr vor den Synagogen oder anderen jüdischen Anstalten mehr gibt. Dass die Juden genau wie die Christen und Muslime keine Angst mehr vor Gewalttaten gegen sie haben brauchen, nur weil sie einen anderen Glauben haben. Wir haben viel an diesem Tag über die jüdische Kultur erfahren.

Joel Offel (Katholische und evangelische Religionsgruppe Klasse 10)

Aktivitäten
  • Besuch des Eine-Weltladen in Mainz
  • Bibelhausbesuch in Frankfurt
  • Kirchenbesuch (evangelische und katholische Kirche)
  • Gottesdienstbesuche
  • Kuchenbazar für das Hilfsprojekt des Partnerschaftsvereins GG Masatepe in Nicaragua