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„Wir haben junge und engagierte Kollegen“

30.08.2016 15:59

Ausblick auf das Schuljahr

Starten guten Mutes ins neue Schuljahr: Abdullah Zeybek, Petra Boulannouar, Stefan Noack und Bärbel Hooboty-Fard (von links). (Foto: Rüdiger Koslowski)
Starten guten Mutes ins neue Schuljahr: Abdullah Zeybek, Petra Boulannouar, Stefan Noack und Bärbel Hooboty-Fard (von links). (Foto: Rüdiger Koslowski)

Die Anne-Frank-Schule startet gut vorbereitet in das neue Schuljahr. Das Lehrerkollegium steht. Heute werden 78 Fünftklässler eingeschult.

Petra Boulannouar macht nach ihrem Urlaub in Frankreich einen ausgeruhten und erholten Eindruck. In der vorletzten Woche kehrte sie an ihren Arbeitsplatz, das Schulleiterbüro der Anne-Frank-Schule, zurück. „Die Arbeit wird mehr“, meint sie in einem Gespräch mit dem Echo. Die Lehrerkollegen kämen aus den Ferien und suchten das Gespräch mit ihr für individuelle Fragen. Themen seien beispielsweise der Stundenplan.

Insgesamt unterrichten an der Integrierten Gesamtschule 57 Lehrer. Personell sei die Schule für das Schuljahr gut ausgestattet, versichert Boulannouar. „Wir haben junge und engagierte Kollegen“, unterstreicht sie.

Fünf Kollegen seien vor Beginn der Sommerferien verabschiedet, vier neue bisher eingestellt worden, ein Neuling soll noch hinzukommen. Es seien lediglich noch zehn Stunden für die Lernzeiten und für Deutsch als Zweitsprache unbesetzt.

Die Schulleitung sei jetzt wieder vollständig. Nachdem Abdullah Zeybek das Amt des stellvertretenden Schulleiters übernommen habe, musste ein neuer Leiter für die Jahrgangsstufen acht, neun und zehn gefunden werden. Den Posten hat nun Stefan Noack. Stufenleiterin für die Jahrgänge fünf bis sieben ist nach wie vor Bärbel Hooboty-Fard.

Mit Beginn des neuen Schuljahres zählt die Anne-Frank-Schule 560 Schüler. Sie nimmt am heutigen Montag bei der Einschulungsfeier ab 14.30 Uhr in der Aula nach derzeitigem Stand 78 neue Schüler in die fünfte Jahrgangsstufe auf.

Die Schulleitung richtet vier fünfte Klassen an. Die höchste Schülerzahl für eine Klasse liegt zwar bei 27. Die Schulleitung plane aber bewusst großzügig, weil nach der Erfahrung regelmäßig 18 bis 25 Schüler von Gymnasien zur Anne-Frank-Schule stoßen. Außerdem sei auch mit Seiteneinsteiger aus anderen Ländern zu rechnen.

Die Anne-Frank-Schule plant mit zwei Intensivklassen und 28 Mädchen und Jungen anderer Nationen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen. Derzeit seien die Intensivklassen bereits mit 18 Flüchtlingskindern besetzt. „Wie viele Flüchtlingskinder hinzukommen, kann ich derzeit nicht sagen. Eventuell zeigt sich das in vier Wochen“, so Boulannouar.

In den Intensivklassen lernen die Kinder konzentriert Deutsch. Dieses Konzept führte die Gesamtschule vor dreieinhalb Jahren ein. „Es hat sich bewährt, ohne die Intensivklasse könnten die Kinder nicht so schnell Deutsch lernen“, betont Petra Boulannouar.

Sind die Kinder allerdings schon älter, sieht die Schulleiterin ein Problem. Denn in dem Jahr in der Intensivklasse lernten sie zwar Deutsch, für den Hauptschulabschluss reiche das Niveau aber dennoch nicht. Diese Schüler müssten dann über die Agentur für Arbeit in Anschlussmaßnahmen gebracht werden.

Ziel: Zusammenarbeit mit der Grundschule
Petra Boulannouar möchte übrigens die Zusammenarbeit mit der Grundschule Pestalozzischule intensivieren, um den Schülern den Übergang von der vierten in die fünfte Jahrgangsstufe zu erleichtern. Am 30. September beteiligt sich deshalb erstmals die Pestalozzischule an dem traditionellen Lauf der Anne-Frank-Schule um die Lache. „Ich freue mich, dass die Kleinen bei uns mitlaufen“, so die Schulleiterin.

Außerdem werden die dritten und vierten Klassen der Grundschule nach den Projekttagen der Anne-Frank-Schule am 11., 12. und 13. Januar die Präsentation besuchen. Zudem schweben der Schulleiterin gemeinsame Fortbildungen beider Kollegien vor.

Erschienen am 29.08.2016 im Rüsselsheimer Echo
Autor: Rüdiger Koslowski

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