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22.01.2018 16:33

Die Schüler zeigen beim Tag der offenen Tür die Ergebnisse der Arbeit in ihrer Projektwoche. (Foto: Michael Kapp)

Tag der offenen Tür macht auf Möglichkeiten der Bildungseinrichtung aufmerksam

Wenn es um die Zukunft ihrer Kinder geht, dann ist vielen Eltern die Gesamtschule offensichtlich nicht gut genug. Dieses legen die seit einigen Jahren zu beobachtende zurückgehende Anmeldezahlen an der Anne-Frank-Schule nahe. Im Gegenzug, erklärte am Samstag beim Tag der offenen Tür Lehrerin Inge Herrmann, sehe sich die Bildungseinrichtung mit zunehmend mehr "gebrochenen Kindern" konfrontiert, die in den benachbarten Gymnasien gescheitert seien.

Schule will zeigen, dass es anders geht
Dass es auch anders gehen kann, zeige die große Zahl von Schülern, die in den vergangenen Jahren an der Anne-Frank-Schule eine Qualifikation für den Besuch von Oberstufe oder Fachoberschule erwarben. Zwar befanden sich auch darunter einige Schüler, die wieder an die Gesamtschule zurückkehrten, allerdings erst nachdem sie, wie etwa Mohammed Ghazi, ein Lehramtsstudium absolvierten. Solche Beispiele zeigten, dass an der Gesamtschule nicht nur die Chancengleichheit gewahrt sei, sondern aufgrund der individuellen Förderung auch jeder Schüler den für ihn geeigneten schulischen Weg finde, so Herrmann, die in den vergangenen Monaten gemeinsam mit ihren Kollegen den Tag der offenen Tür organisiert hat.

Der Tag ist vor allem dazu gedacht, Eltern künftiger Schüler auf die vielfältigen Möglichkeiten in der Gesamtschule aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, dass sich diese nach dem Ende der Grundschulzeit für die Anne-Frank-Schule entscheiden. Der Samstag bot umfassende Einblicke, etwa in die Ergebnisse der jüngsten Projektwoche oder in die für die neunten Klassen verbindlichen Präsentationen.

Er freue sich darauf, sagte der neunjährige Colin Müller, der mit Mutter Maria zum Tag der offenen Tür gekommen war, dass er nach den Sommerferien dort zur Schule gehen könne. Der aufgeweckte Neunjährige zeigte sich von den Aktionen, die sich ihm boten, ziemlich angetan. Außerdem müsse er dann auch nicht mit dem Bus zur Schule fahren, nannte der Junge ein weiteres wichtiges Argument für die von der Mutter mitgetragene Entscheidung, künftig die Gesamtschule zu besuchen.

Für Konrad Heuer, dessen Tochter die fünfte Klasse besucht, stellte sich die Frage erst gar nicht. Wie schon Mutter Beate, die zum zweiten Jahrgang gehörte, der dort eingeschult worden war, ist auch er dort gerne Schüler gewesen.

Mit dem Tag der offenen Tür wolle die Schule zeigen, wie dort uns gearbeitet wird, welche individuellen Förderungsmöglichkeiten bestehen und mit welcher Freude die überwiegende Zahl der Schüler sich die Gegebenheiten zunutze mache, sagte Lehrerin Inge Herrmann. Aufgrund eines regen Kommens und Gehens am Samstagvormittag, das auch von den Vertretern des Schulelternbeirates, der seinen Informationsstand gleich am Eingang aufgestellt hatte, beobachtet wurde, lässt sich die Zahl der Besucher zwar nur schwer abschätzen, es sollen aber auch Eltern darunter gewesen sein, die erst im übernächsten Jahr zu entscheiden haben, welche Schule für ihr Kind künftig die Beste sein wird.

Mensakonzept
Die Anne-Frank-Schule startet nach den Sommerferien mit einem neuen Mensakonzept, bei dem sich die Kinder ihr Essen künftig selbst zusammenstellen dürfen.
Am 22. September feiert die Integrierte Gesamtschule das 45-jährige Bestehen.

Erschienen am 22.01.2018 in der Main-Spitze
Autor: Michael Kapp

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