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Schule geschafft - und jetzt?

17.02.2017 15:30

IHK und Fraport informierten in der Anne-Frank-Schule Eltern, Schüler und Lehrer. (Foto: Michael Kapp)
IHK und Fraport informierten in der Anne-Frank-Schule Eltern, Schüler und Lehrer. (Foto: Michael Kapp)

IHK und Fraport geben Orientierung über Ausbildung und Entwicklungschancen

In der Erwartung, damit eher den Wunschberuf ergreifen zu können, streben immer mehr Schüler die Erlangung der Hochschulreife sowie anschließend ein Studium an. Dabei sei das, so erklärte Fraport-Ausbildungsleiter Wolfgang Haas beim Berufsinformationsabend in der Anne-Frank-Schule, schon lange keine Garantie mehr für die Karriere in Job und Beruf.

Bei der Fraport sollen mehr als zehn Prozent der Auszubildenden Studienabbrecher sein, denen verloren gegangene Jahre später einmal bei der Rente fehlen, machte Haas aufmerksam. Wer im Beruf weiterkommen wolle, der habe auch die Möglichkeit, im Rahmen einer dualen Ausbildung einen höheren Schulabschluss zu erlangen. „Schüler ohne Abschluss können so den Hauptschulabschluss, Schüler mit Hauptschulabschluss die Mittlere Reife erreichen und so weiter.“ Beides findet quasi zeitgleich statt. Im Betrieb, so sieht es das duale Ausbildungssystem vor, werden die praktischen Kenntnisse vermittelt, den theoretischen Teil übernimmt die Berufsschule. Der Fraport-Ausbildungsleiter ermunterte, diesen Weg einzuschlagen. Doch längst bekommt auch dieser Arbeitgeber zu spüren, dass immer mehr Schüler ihr Heil im Studium suchen. Habe man vor einigen Jahren bis zu 6000 Bewerbungen für die 110 Ausbildungsplätze gehabt, seien es zuletzt nur noch knapp ein Drittel so viel gewesen, erklärte Haas vor rund 30 Eltern und Schülern in der Aula der Gesamtschule.

Johannes Bohn, technischer Ausbildungsberater der Darmstädter Industrie- und Handelskammer, machte zugleich deutlich, dass sich Schulabgänger darauf einzustellen hätten, im Verlauf ihres beruflichen Werdeganges mehr als einen Beruf zu erlernen. „Zwei bis drei Berufe sind Standard.“ Auch er habe mal als Bauzeichner begonnen und sei nun als Ausbildungsberater tätig. Schüler auch mit weniger guten Noten ermunterte er, sich einem Bewerbungsverfahren zu stellen. Schulnoten seien überbewertet. Wichtig seien allerdings die Kopfnoten.

Mit Blick auf die Vorbereitung auf Ausbildung und Beruf sieht Schulleiterin Petra Boulannouar die Anne-Frank-Schule gut aufgestellt. Ab der 8. Klasse haben die Schüler Arbeitslehre, die das Interesse für Ausbildungsberufe weckt und die Voraussetzungen abklärt, in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen, die Schülern bei Praktika die Möglichkeit bieten, hinein zu schnuppem. Unter anderem geschieht das mit der Fraport, die allein schon Ausbildung in 33 Berufen anbietet.

Erschienen am 17.02.2017 in der Main-Spitze
Autor: Michael Kapp

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