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Förderung der individellen Stärken

30.08.2016 15:02

In Raunheim werden 78 Kinder in die fünfte Klasse aufgenommen

Stufenleiterin Bärbel Hooboty-Fard begrüsst die neuen Fünftklässler an der Raunheimer Anne-Frank-Schule. (Foto: Michael Kapp)
Stufenleiterin Bärbel Hooboty-Fard begrüsst die neuen Fünftklässler an der Raunheimer Anne-Frank-Schule. (Foto: Michael Kapp)

„Auch wenn ich das schon viele Jahre mache, bin ich immer noch nervös“, verriet Stufenleiterin Bärbel Hooboty-Fard am Montagnachmittag, bevor sie 78 neue Schülerinnen und Schüler an der Anne-Frank-Schule willkommen hieß. In der überwiegenden Zahl handelt es sich dabei um Jungen und Mädchen, die von der örtlichen Pestalozzischule gekommen sind. Es sollen aber auch einige Kinder aus den Nachbarstädten darunter sein.

Begrüßt wurden die Neuen, die zumeist von Eltern begleitet wurden, in der Aula der Gesamtschule. Um den Kindern, die die erste Woche ausschließlich in ihren Klassen verbringen, den Beginn so leicht wie möglich zu machen, beschränkten sich die formalen Informationen auf das Nötigste. Etwa die Vorstellung von Schulleiterin Petra Boulannouar, die auf die Frage, ob sie sich denn auf die Anne-Frank-Schule freuen, ein einstimmiges „Ja“ zu hören bekam. Die Schulleiterin versprach den Kindern, dass sie nicht nur die erforderliche Förderung erhalten, um den gewünschten Abschluss zu erreichen, sondern dass im Unterricht auch an deren „individuelle Stärken“ angeknüpft werde.

Dass rund 80 Prozent der Jungen und Mädchen einen Migrationshintergrund mitbringen, stellt für die Anne-Frank-Schule kein Problem dar, da eine entsprechende pädagogische Unterstützung geboten wird. Mit Schulsozialarbeit, Klassenpaten und Streitschlichtern ist schon vor Jahren ein soziales Netz geknüpft worden, das auf die sehr heterogene Struktur der Schülerschaft abgestellt ist. ln den fünften und sechsten Klassen werden außerdem Lernstrukturen erarbeitet, die den Kindern während der Pubertät, die in den nachfolgenden Klassen einsetzt, das Lernen erleichtern soll.

Wie Stufenleiterin Hobooty-Fard versichert, werde regelmäßig am Schulprogramm gearbeitet, um den Kindern eine bestmögliche Förderung anbieten zu können. Dazu gehören auch die inzwischen an der Bildungseinrichtung eingeführten Neigungskürse, die von den Schülern selbst gewählt werden dürfen. Erstaunlich viele Mädchen, erklärte die Schulleiterin, würden sich für gestaltendes Werken, einen von fünf Neigungskursen, interessieren.

Auch Timo, der Sohn von Harald Schneider, wurde in die Gesamtschule aufgenommen und hat sich für diesen Kurs entschieden. Der Sohn habe zwar eine Empfehlung für das Gymnasium gehabt, könne aber auch noch später ans Gymnasium wechseln, sagt der Vater. Harald Schneider, wie auch dessen Ehefrau, haben selbst die Anne-Frank-Schule besuchte. Neben der Nähe der Schule zum Wohnort wollten die Schneiders ihren Sohn auch vor dem Stress bewahren, dem die Kinder am Gymnasium ausgesetzt seien. Das Einzige, was Timo nicht so gefallen habe, sei, dass er nun im Rahmen der Ganztagsbetreuung auch in der Schule sein Mittagessen einzunehmen habe. Harald Schneider geht aber davon aus, dass Timo das hinbekommen werde.

Erschienen am 30.08.2016 in der Main-Spitze
Autor: Michael Kapp

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