Move On Up – Ich kam aus dem Elend und lernte zu leben von Philip Oprong Spenner

Regelmäßig finden an unserer Schule Lesungen bekannter Autoren statt.

Diesmal handelte es sich um das Buch „Move ON UP – Ich kam aus dem Elend und lernte zu leben.“ Geschrieben und bei uns vorgestellt von Philip Oprong Spenner.

Kurzbeschreibung

Als Straßenkind kämpfte er in Nairobi ums nackte Überleben. Heute unterrichtet er Kinder an einer Hamburger „Problemschule“. Ein Buch, das ins Herz trifft und viel Mut macht. Kenia – Schläge, Betteln, quälender Hunger. Philip ist Vollwaise, sein Zuhause die Straße. Er lebt, um zu überleben. Mit zwölf erkennt er: Wenn ich raus aus dem Elend will, muss ich selbst dafür sorgen. Seine Rettung ist das Waisenheim. Dort geht er erstmals zur Schule. Begierig saugt er alles Wissen auf. Ein Hamburger Arzt adoptiert ihn. Philip, das ehemalige Straßenkind, beendet sein Studium mit Auszeichnung. Er entscheidet sich bewusst gegen einen Karriereberuf. Heute kümmert er sich als Teach-First-Lehrer um die „Problemkinder“ unserer Gesellschaft – Jugendliche, auf der Suche nach sozialem Halt und und Anerkennung. Er hat das Standing, ihnen zu helfen, weil er sie versteht und ernst nimmt.

Die Lesung

Als Straßenkind in Nairobi
Am 3. Mai 2012 hat Philip Oprong Spenner in der Schülerbücherei der AFS mit seinem Buch „Move on up - ich kam aus dem Elend und lernte zu leben“ vor Schülern des 8. und 9. Jahrgangs aus seinem Leben berichtet - einem Leben, dessen Verlauf sich seine Zuhörer mit Sicherheit nicht vorstellen konnten.
Dass Herr Spenner, der heute an einer Stadtteilschule Hamburgs unterrichtet, es schaffen würde, aus seinem Dasein als Straßenkind in Nairobi, in dem er täglich ums Überleben kämpfen musste, auszubrechen, hat er sich selbst nicht immer träumen lassen. Aber durch seine Intelligenz und große Willensstärke hat er es geschafft. Es wurde ihm früh bewusst, dass Schule der „Ort der Möglichkeiten“ ist, und deshalb hat er alles versucht um eine schulische Ausbildung zu erhalten. Er war den Menschen, die ihn auf diesem Weg unterstützt haben, dankbar, hat in Nairobi sogar Jura studiert und möchte jetzt durch seine weitere Ausbildung als Lehrer Kinder auf ihrem eigenen Lebensweg unterstützen.
„Schule ist für Euch die Chance, mehr aus eurem Leben zu machen“, sagte Philip Oprong Spenner zu den Schülern, die ihm fasziniert zuhörten. Er forderte sie auf, sich nicht unterkriegen zu lassen, sich vor allem aber auch Ziele zu setzen.
Betroffen, aber auch voller Respekt vor der Leistung dieses Mannes, der durch seine humorvolle, herzliche und lebendige Art alle Anwesende für sich einnahm, wurden von den Schülern im Anschluss an die Lesung noch so viele Fragen gestellt, dass sie Herr Spenner aus Termingründen nicht alle beantworten konnte. Er ließ es sich jedoch nicht nehmen, seine beiden Bücher, die die Schüler jetzt in der Schülerbücherei der AFS lesen können, zu signieren. „Mambo sawa sawa“ – Alles wird gut, wenn man trotzdem weiterkämpft!
Mit Sicherheit werden alle teilnehmenden SchülerInnen und LehrerInnen sich oft und gerne an diese Lesung  erinnern, Herrn Spenner vielleicht zum Vorbild nehmen und daraus eine Motivation für ihr eigenes Leben ableiten.
Ermöglicht wurde diese Lesung durch die Kooperation mit der Buchhandlung Eulenspiegel aus Hochheim, der wir auch an dieser Stelle nochmals herzlich danken möchten.

M. Kibbert-Ackermann