Die Hilfsprojekte AG

Aktionen zur Unterstützung von Kindern in Not

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ (Erich Kästner)

Im September 2014 wurde die Hilfsprojekte AG von Frau Gehringer initiiert.  Die Idee kam auf, nachdem eine Weltwärts-Freiwillige aus Deutschland über ihre Arbeit an einer Schule in Masatepe den Schülern der Klasse 6 berichtete. Eindrucksvoll schilderte sie die Lebensverhältnisse der Menschen in Nicaragua. Spontan ergriffen die Schüler der Klasse 6 daraufhin die Initiative und organisierten einen Kuchenverkauf in den Pausen, um den Kindern in Nicaragua zu helfen.

Mit dem gesammelten Geld der Hilfsprojekte AG durch verschiedene Aktionen wie Waffel-, Kuchen- und Crepesverkauf am Tag der Offenen Tür, dem Spieletag und den Schulpausen, konnte so viel Geld in einem Jahr gesammelt werden, dass damit das Inventar der neu gebauten Schulbibliothek in Masatepe finanziert werden konnte. Diese trägt den Namen „Biblioteca Anne Frank“.

Im folgenden Jahr wurden weitere Aktionen für bedürftige Kinder gestartet.

AFS-Lehrer besuchten in 2014 eine Schule in Nicaragua

Nachdem Schüler der Anne-Frank Schule durch zahlreiche Spendenaktionen wie Crȇpes - und Kuchenverkauf, Verkauf von selbstgebastelten Kerzen und Teelichtgläsern, sowie selbstgebackenen Plätzchen und selbstgemalten Bildern in den letzten zwei Jahren mit über 1000 € die Schule in San José in Nicaragua unterstützen konnte, hatten wir in den Herbstferien die Gelegenheit uns im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung in Nicaragua vor Ort ein Bild über die Verwendung der Spenden zu machen. Mit vielen liebevoll gestalteten Briefen und Bildern der Schülerinnen und Schüler im Gepäck konnten wir persönliche Grüße an die Schulleitung und Schüler der Schule in San José in Nicaragua übermitteln. Die Freude war groß und die Schulleitung bedankte sich herzlich für die Unterstützung unserer Schulgemeinschaft mit einem Begrüßungslied. Danach führte uns die Direktorin durch die Schule.

Der gespendete Betrag der Anne-Frank Schule wurde genutzt um Schulmaterialien zu kaufen. Die neuerbaute Bibliothek wurde nach unserer Schule benannt. Von den Spendengeldern konnten zahlreiche Bücher der Fächer Biologie, Geographie, Englisch, Spanisch und Jugendromane verschiedener Autoren für die Anne-Frank Bibliothek angeschafft werden. Neu eingerichtet wurde von den Spenden auch ein Computerraum.

Beeindruckt von der einfachen, herzlichen Art der Menschen, die in einem der ärmsten Länder der Welt leben, kehrten wir mit Briefen aus Nicaragua für die Schüler unsrer Schule und dem Wunsch, dass jedes Kind in Nicaragua die Möglichkeit bekommt die Schule zu besuchen nach Deutschland zurück. Doch sieht die Realität bedrückend anders aus. Nur wenige Kinder in Nicaragua können die Schule besuchen. Viele Familien haben nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, ihren Kindern Schulmaterialien, die Schuluniform und die Busfahrkarte zu kaufen.

Die Hilfsprojekte AG wird die Schule in Lateinamerika auch am Tag der Offenen Tür durch den Verkauf von Plätzchen und Schokobananen unterstützen.

„Wer seinem Nächsten in der Not geholfen und war die Hilfe auch nur gering, hat mehr getan als alle jene, die nur davon gesprochen.“ (Franz von Assisi, 1181-1221)

M. Gehringer, I. Herrmann

Workshop mit Max Herre und Amnesty International

Anne Frank schrieb in ihrem Tagebuch: „Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu verändern.“

Dies haben sich die Schüler der Hilfsprojekte AG zu Herzen genommen und haben anlässlich des Tages der Menschenrechte am 10.Dezember  an der Briefmarathon Kampagne von amnesty international teilgenommen. Bei dieser Unterschriftenaktion gegen Menschenrechtsverletzungen wurde die Anne Frank Schule als Gewinner eines Workshops mit Max Herre ausgelost.

Am 6. Mai konnten die Schüler diesen Projekttag mit Max Herre durchführen. Eine Vertreterin von amnesty international Frankfurt berichtete zunächst über die aktuelle Lage der Flüchtlinge in Europa. Im Anschluss  schilderte ein Flüchtling aus Somalia seine Flucht im Alter von 14 Jahren. Anknüpfend an die schlimmen Erlebnisse, die ihm und seiner Familie wiederfuhren, konnten die Schüler ihre Gefühle und Gedanken in Textform  zum Ausdruck bringen. Diese Zeilen der Schüler wurden in einem  letzten Schritt von Max Herre  zusammen mit seinem DJ und den Schülern  in einen Rap der Hoffnung  musikalisch vertont. Alle SchülerInnen  hatten viel Spaß und werden diesen Tag lange in Erinnerung behalten.