Anne-Frank-Schule > Was war los? > Projekte an der AFS > Anne-Frank-Projekttag am 12. Juni 2015

Anne-Frank-Projekttag am 12. Juni 2015

Auch in diesem Jahr haben wir am 12. Juni, dem Geburtstag unserer Namensgeberin einen Projekttag in der Schule gestaltet zu den Themen Menschenrechte, Flucht und Vertreibung.

Ein ganz besonderes Projekt, das sich über den ganzen Zeitraum des Schuljahres hinzog, war die „Spurensuche – Juden in Raunheim“, das die Klasse 10.2 mit ihrer Geschichtslehrerin Isabell Grimm gestaltete. Es war sozusagen lebendige Geschichte, eine aufregende Spurensuche in Raunheim selbst. Unterstützt von dem Raunheimer Ehrenbürger Werner Milschewski, der nicht nur sein Archiv sondern auch seine enormen Geschichtskenntnisse eingebracht hatte, trugen sie Informationen zu den Schicksalen der jüdischen Familien zusammen, die in der Nazizeit in Raunheim gelebt haben.

Die Schülerinnen und Schüler hatten eine Ausstellung in der Aula aufgebaut und zur Eröffnung auch die Stadtverordneten und den Magistrat eingeladen. Sie freuten sich, dass ihre Einladung auf Interesse stieß. Sie hatten ein Interview mit Werner Milschewski vorbereitet und führten die Besucherinnen und Besucher kompetent durch die Ausstellung. Sie erhielten durchweg positive Rückmeldungen zu ihrem Projekt, worauf sie selbst aber auch besonders ihre Lehrerin Isabell Grimm und die Schulleiterin Petra Boulannouar sehr stolz waren.

Arbeiten des Jahrgangs 5 und 6

Die Kinder in den Klassen 5 und 6 recherchierten zum Leben Anne Franks, verfassten Steckbriefe und ihre Gedanken in einer Schreibwerkstatt. Die Schreibwerkstatt wurde von dem  bekannten Autor  Nevfel Cumart geleitet und hatte eine Gegenüberstellung des Lebens im KZ mit dem Leben der Schülerinnen und Schüler zum Ziel.  Außerdem haben sich die Schülerinnen und Schüler im Folgenden damit auseinandergesetzt, was sie persönlich schlimm finden.

Hier sind ein paar Beispiele:

... siehe auch Projekt "Schreibwerkstatt"

Der Projekttag im 7. und 8. Jahrgang

Im Jahrgang 7 war der Film „Anne Frank“ Mittelpunkt des Interesses und die 8. Klassen diskutierten mit Barbara Lueken, einer Repräsentantin von amnesty international, über die Verletzung von grundlegenden Menschenrechten auf dieser Welt. Besonders berührt waren die Schülerinnen und Schüler von den Erzählungen eines jungen Mannes aus Eritrea, der mit seiner Familie 14 Jahre auf der Flucht war, über Kenia, Griechenland, Syrien, Türkei eine Odysse hinter sich brachte, um irgendwann in Deutschland anzukommen. Er sprach nicht nur von seinen Erlebnissen, er gab den Schülerinnen auch eine Botschaft mit: “Seid glücklich darüber, dass ihr hier leben dürft. Hier seid ihr frei und sicher, hier könnt ihr in der Schule etwas lernen, was wichtig ist. Und lernt viel über andere Länder, Kulturen, Religionen, damit ihr immer wieder seht, dass das Leben hier nicht selbstverständlich ist und sich viele Menschen nach einem solchen Leben sehnen.“

... siehe auch Projekt "Workshop mit Max Herre"

Der Anne-Frank-Tag in der Intensivklasse

Die Intensivklasse der Anne-Frank-Schule erstellte anlässlich des Anne-Frank-Tags ein eigenes Tagebuch. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit ihrem Ankommen bei uns hier in Deutschland auseinander und reflektierten ihre derzeitige Situation um ein Leben in einem neuen fremden Land. Sie schlugen damit eine Brücke zu dem Leben von Anne-Frank. Auch sie musste sich in einer völlig neuen Situation in einem fremden Land und einem fremden Umfeld zurechtfinden.
Die Schülerinnen und Schüler versetzten sich in die Person Anne-Frank hinein und ahmten ihre Schreibpose in einem persönlichen Portrait nach. Hieraus entstand eine tolle und gleichsam ergreifende Collage.

Hier finden Sie weitere Informationen zur IK-Klasse und zum DAZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache).

Weitere Impressionen des Tages